Reishi: Was sagt die Forschung?
Was ist Reishi?
Reishi (Ganoderma lucidum) ist ein glänzender, rotbrauner Pilz, der auf Laubbäumen wächst. In Japan heißt er reishi, in China lingzhi. Seit mehr als zweitausend Jahren kommt er in chinesischen Texten, der Kunst und der Medizin vor, und dort erhielt er auch seinen Spitznamen: der Pilz der Unsterblichkeit.
Frischer Reishi ist hart, holzig und bitter. Man isst ihn also nicht wie eine Champignonpilzart. Traditionell wurde er zu Tee oder Brühe gekocht; heute findet man ihn vor allem als Extrakt, Pulver oder Kapseln.
Was ist in Reishi enthalten?
- Triterpene, darunter Ganoderesäuren. Diese Stoffe sorgen für den typisch bitteren Geschmack und werden intensiv erforscht.
- Polysaccharide, darunter Beta-Glucane, wie bei anderen funktionellen Pilzen.
Wie viel davon in einem Produkt enthalten ist, hängt vom Teil des Pilzes und vom Extraktionsverfahren ab. Triterpene lösen sich besser in Alkohol, Polysaccharide in heißem Wasser. Ein Extrakt, der beide Methoden kombiniert, enthält daher eine breitere Palette.
Was sagt die Forschung am Menschen?
Die auffälligsten Ergebnisse betreffen Müdigkeit und Wohlbefinden. Zwei Studien stechen hervor:
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Studie |
Wer |
Was und wie lange |
Was beobachteten die Forscher? |
Anmerkung |
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132 Erwachsene in China mit anhaltenden Müdigkeitsbeschwerden (Neurasthenie) |
Reishi-Extrakt, 3-mal täglich, 8 Wochen |
Weniger Müdigkeit (−28 % gegenüber −20 % bei Placebo) und ein stärkeres Wohlbefinden (+39 % gegenüber +30 %) |
Auch die Placebogruppe machte Fortschritte; der Unterschied war geringer, als die Rohdaten vermuten lassen |
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42 gesunde Erwachsene |
225 mg Reishi-Extrakt täglich, 6 Monate (Crossover-Studie) |
Die Forscher berichteten von einem besseren antioxidativen Status im Blut |
Eine Studie mit einem spezifischen, triterpenreichen Extrakt |
Was bedeutet das? Die Ergebnisse zu Müdigkeit und Wohlbefinden sind vielversprechend und stimmen damit überein, wie Reishi traditionell verwendet wurde. Größere Studien müssen zeigen, wie stark diese Effekte sind.
Reishi in deinem Alltag
Reishi passt seit jeher zu einem ruhigen Moment, und deshalb nehmen es viele Menschen am Ende des Tages ein.
- Als Abendritual: Rühre Reishi-Pulver oder ein paar Kapseln in warme Kakaokreation, Kräutertee oder koffeinfreien Kaffee. Ein Teelöffel Honig mildert den bitteren Geschmack. Rezepte findest du in Pilzkaffee: So stellst du ihn selbst her.
- Als Kapsel: praktisch, wenn du den Geschmack lieber auslässt.
- In einer Mischung: Reishi ist auch in Fantastic 5 und Essential 8 enthalten, für alle, die mehrere Pilze gleichzeitig einnehmen möchten.
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Gut zu wissen
- Reishi wird in Studien meist gut vertragen. Gelegentlich werden leichte Magen- oder Darmbeschwerden, ein trockener Mund oder Hautausschlag gemeldet.
- Nimmst du Blutverdünner, Blutdrucksenker oder Diabetesmedikamente? Sprich dann zuerst mit deinem Arzt.
- Wenn du schwanger bist, stillst oder bald eine Operation ansteht, wird von der Einnahme von Reishi abgeraten.
- Reishi ist ein Nahrungsergänzungsmittel, kein Arzneimittel. Es ist nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu verhindern, zu behandeln oder zu heilen.
Quellen
- Tang W. e. a. (2005). A randomized, double-blind and placebo-controlled study of a Ganoderma lucidum polysaccharide extract in neurasthenia. Journal of Medicinal Food, 8(1), 53–58. Zusammengefasst von Sporing Company.
- Chiu H. Y. e. a. (2017). Triterpenoids and polysaccharide peptides-enriched Ganoderma lucidum: a randomized, double-blind placebo-controlled crossover study of its antioxidation and hepatoprotective efficacy in healthy volunteers. Pharmaceutical Biology.
- Klupp N. L. e. a. (2015). Ganoderma lucidum mushroom for the treatment of cardiovascular risk factors. Cochrane Database of Systematic Reviews.